Valentinstag und die Frage, brauchen wir so einen Tag?

Jedes Jahr im Februar erinnern uns Anzeigen, Werbebanner und Fernsehwerbung daran, dass bald Valentinstag ist. Für den Einzelhandel ist es der erste feste Termin im neuen Jahr, der den Umsatz ankurbeln soll. Fragt man in die Runde, erklären die meisten jedoch, das wäre nur Kommerz und man brauche das nicht, schließlich kann man ja das ganze Jahr seinem Liebsten zeigen, dass man ihn liebt.

Ja ich teile diese Meinung. Wir brauchen nicht diesen einen Tag im Jahr, an dem wir uns Liebes-Geschenke machen. Dennoch – jetzt kommt das große ABER – erinnert mich der Valentinstag auch daran, dass ich eben viel zu wenig meinem Herzmann zeige, dass ich ihn liebe. Na klar, ich bringe ihm mal sein Lieblingseis mit, wenn ich einkaufen fahre. Oder ich koche das Lieblingsessen. Aber kleinen persönlichen Aufmerksamkeiten bleiben doch auf der Strecke.

Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich micht nicht auch mal über ein paar schöne Blumen zwischendurch freuen würde oder über eine liebe Karte. Aber ehrlich gesagt, ich mache es selbst auch nicht. Der Alltag hat einen so fest im Griff, dass man froh ist über etwas gemeinsame Zeit. Da bleibt kein Platz für Geschenke.

Geschenke ist vielleicht auch nicht das richtige Wort. Kleine Dinge, die die Liebe symbolisieren – passt vielleicht besser. Wie wäre es mal mit Kinokarten oder auch die Valentins Coupons finde ich klasse, oder einfach mal einem klassischen Liebesbrief. Mit dem Foto-Memory kann man schöne Erinnerungen wieder auffrischen und vor allem auch mal wieder einen Spieleabend machen. Wie haltet ihr das mit dem Valentinstag?

1 Liebesbrief to go 3,50€  ||  2 Valentinstag Coupons 11,67 €   ||  3. handgefertigte Ohrringe Stadtelster Weimar 32,00 €  ||  4. Blumen-Abo von Bloomon.de ab 23,95 €  ||  5. Love Ballon 9,90 € || 6. Foto-Memory ab 24,99 €  || 7. Karte mit grafischem Herz über Nordkinder.de 1,90 €  || 8. Vitra Graphic Boxes Love (2-tlg) über Connox 25,00 €

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Selbstfindung – Die ersten 100 Fragen über mich

Wow, schwuppdiwupp sind die ersten 100 Fragen beantwortet. Manche berühren mich wirklich sehr und machen mich nachdenklich. Andere Fragen finde ich witzig. Einige geben mir nichts, aber das ist ja nicht schlimm. Ich frage mich, was da noch alles kommt. Weitere 900 Fragen? Na klar. Mal sehen wie lange ich durchhalte.

81. Was würdest du tun, wenn du fünf Jahre im Gefängnis sitzen müsstest?
Mir Mut machen, viel lesen, viel schreiben und wahnsinnig meine Familie vermissen.

82. Was hat dich früher froh gemacht?
Früher habe ich unheimlich viel genäht und war total glücklich, wenn auch etwas tolles dabei raus gekommen ist. Ansonsten war es auch früher schon so wie heute, mein größtes Glück ist es, meine Familie und Freunde um mich zu haben, zu quatschen und zu essen.

83. In welchem Outfit gefällst du dir sehr?
Ich mag geradlinige puristische Sachen, kombiniert mit etwas, was irgendwie herausbricht.

84. Was liegt auf deinem Nachttisch?
Ein Buch, falls ich doch mal lese und Ohrstöpsel.

85. Wie geduldig bist du?
Ich bin super ungeduldig und will immer alles sofort.

86. Wer ist dein gefallener Held?
Das ist ehrlich gesagt, die erste Frage auf die ich keine Antwort weiß.

87. Gibt es Fotos auf deinem Mobiltelefon, mit denen du erpressbar wärst?
Nein.

88. Welcher deiner Freunde kennt dich am längsten?
Meine Freundin Anja, die ich schon seit frühester Kindheit kenne und liebe. Auch wenn wir nicht in unmittelbarer Nähe wohnen, weiß ich, dass sie sofort her kommen würde, wenn ich sie brauche – und umgekehrt genau so.

89. Meditierst du gerne?
Nein. Ich habe noch nie meditiert.

90. Wie baust du dich nach einem schlechten Tag wieder auf?
Musik, Musik, ich liebe Musik – am besten ganz laut und im Auto und ich schreie mit (singen kann man das nicht nennen). Danach geht es mir besser. Wenn meine Lieben mich dann noch mal kurz in den Arm nehmen, ist alles wieder perfekt.

91. Wie heißt dein Lieblingsbuch?
„Das Lavendelzimmer“ hat mich unheimlich berührt. Ich liebe es wirklich!

92. Mit wem kommunizierst du am häufigsten über What’s App?
Mit meiner Freundin und Kollegin Anja.

93. Was sagst du häufiger: Ja oder nein?
Ich hoffe und glaube, ich sage häufiger ja.

94. Gibt es ein Gerücht über dich?
Es gibt ganz lustige Gerüchte darüber, warum wir unseren Laden geschlossen haben.

95. Was würdest du tun, wenn du nicht arbeiten müsstest?
Trotzdem arbeiten. Ich stecke so voller Ideen. Auch wenn ich aus finanzieller Sicht nicht arbeiten müsste, hätte ich Freude daran, mit dem was ich kann, etwas zu bewegen. Es gibt so tolle Projekte, die ich gern noch auf den Weg bringen möchte. Vielleicht würde ich auch noch mal einen Laden aufmachen, nur so als Pop-up oder so. Aber ich würde auf alle Fälle mehr reisen und meinen Kindern die Welt zeigen.

96. Kannst du gut Auto fahren?
Na klar. Finde ich absolut. Mein Mann würde sicherlich etwas anderes sagen, aber der wird ja hier nicht gefragt.

97. Ist es dir wichtig, dass andere dich nett finden?
Na klar. Man möchte doch nicht blöd gefunden werden. Aber ich kann gut damit leben, wenn manche Menschen mich nicht mögen. Ich mag auch nicht jeden.

98. Was hättest du in deinem Liebesleben gerne anders gemacht?
Nichts.

99. Was unternimmst du am liebsten, wenn du abends ausgehst?
Ich gehe super gern mit meinen Mädels aus – egal was wir machen. Tanzen würde ich gern mal wieder.

100. Hast du jemals gegen ein Gesetzt verstoßen?
Die Polizei behauptet, ich sei mal bei rot über die Ampel gefahren. Ich bezweifle dies immer noch, aber die Männer in grün sitzen am längeren Hebel. Als ich 13 war, habe ich mal in einem Schmuckladen, ich glaube es war so was wie Bijou Brigitte, einen Anstecker eingesteckt. Aus Versehen versteht sich! Es war so eine Sonnenbrille zum Anstecken – total hipp zu der Zeit ;).
Ich habe das gute Stück im Laden die ganze Zeit in der Hand gehalten. Aber irgendwann war der Anstecker weg. Ich dachte ich hätte ihn irgendwo im Geschäft liegen lassen. Später, als wir schon aus dem Laden raus waren, fasste ich in meine Jackentasche und fand den Button. Ich habe mich wochenlang nicht an dem Laden vorbei getraut.

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Quarktraum oder einfach gesagt eine bodenlose Frechheit

Mmmmmh, ich liebe Quarkkuchen! So lange ich denken kann, gab es zu Hause diesen leckeren luftigen Traum. Aber wichtig, ohne Boden muss er sein. Dafür darf er warm serviert werden, wie ein fluffiges Souflé.

Das Rezept habe ich natürlich von meiner Mama übernommen. Wobei sie immer, wenn ich den Kuchen mache, nach dem Rezept fragt, weil sie meint, bei ihr hätte der Kuchen nie so geschmeckt. Dabei mache ich nichts anders. Ich serviere ihn nur einfach warm.

Nicht nur deshalb ist er der am häufigsten gewünschte Kuchen bei uns. Es wundert also nicht, das von dem Quarktraum am Ende des Tages nur noch ein paar Krümel übrig bleiben.

– „Bodenlose Frechheit, wie lecker der ist“-

Weil einige meiner Freunde keine Rosinen mögen, mache ich einfach eine Hälfte mit und eine Hälfte des Kuchens ohne. So ist für jeden ein Stückchen dabei.

Nun kommen wir aber zum Rezept.

ZUTATEN
125g Margarine
5 Eier
300g Zucker
1 Kilo Quark
1 Pck. Vanillezucker
1 Pck. Vanillepudding
1 Zitrone
1 Pck Backpulver
2 EL Mehl
1 EL Rosinen (bei Bedarf)

ZUBEREITUNG
Zuerst die Eier trennen.
Die Margarine, mit dem Zucker, dem Vanillezucker und dem Eigelb schön schaumig aufschlagen.
Anschließend den Quark und den Saft der Zitrone hinzufügen. Das Mehl, das Backpulver und den Vanillepudding fein sieben und dann unter die Masse heben.

Das Eiweiß aufschlagen und zum Schluss auch vorsichtig unter heben.
Jetzt habt ihr eine ganz fluffige Quarkmasse. Diese in die vorher eingefettete Springform geben. Wie schon geschesagt, rühre ich in der Form dann auf einer Seite ein paar Rosinen ein.
Anschließend den Kuchen bei 180 Grad (Umluft) ca. 45 Minuten backen. Die Backzeit variiert und ist abhängig von der Masse. Der Teig geht beim Backen noch auf, wie bei einem Souflé. Ich kontrolliere den Kuchen regelmäßig, damit er nicht dunkel wird und mache eine Stäbchenprobe.

Nach dem Backen lasse ich den Kuchen noch etwas auskühlen und serviere ihn dann lauwarm.

Viel Spaß beim Backen!

 

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1000 Fragen an mich selbst // Teil 4

Weiter geht es mit den nächsten Fragen an mich selbst.

61. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?
Ich glaube ich bin viel zu sehr Realist, so dass ich es mir leider nicht vorstellen kann. Auf der anderen Seite bin ich fest der Meinung schon viel geritten zu sein, aber ich saß noch nie auf einem Pferd. Entweder habe ich eine gute Vorstellungsgabe oder ich war in meinem früheren Leben eine begnadete Reiterin.

62. Auf wen bist du böse?
Ich bin eigentlich nie auf jemanden böse. Jeder ist seines Glückes Schmied und für sein Handeln selbst verantwortlich. Deshalb reflektiere ich unheimlich viel auf mich selbst und gebe keinem anderen die Schuld. Deshalb bin ich dann auch keinem böse.

63. Fährst du häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
Nein, eher selten.

64. Was hat dir am meisten Kummer bereitet?

Im Moment bereitet mir die Erkrankung meiner Schwester am meisten Kummer und dass sie keine barrierefreie Wohnung für sich und ihre Familie findet. Junge Menschen mit einer körperlichen Behinderung finden in unserer Gesellschaft irgendwie keine Lobby. Je mehr ich darüber nachdenke bin ich doch böse auf ganz viele Ämter, die es meiner Schwester unnötig schwer machen.

65. Bist du das geworden, was du früher werden wolltest?
Nein. Ich wollte unbedingt Modejournalistin werden – bei der Brigitte. 😉 Heute bin ich Grafikerin, darf aber für unseren Blog www.geheimtipp-magdeburg.de regelmäßig Beiträge schreiben. Ist also fast das Selbe.

66. Zu welcher Musik tanzt du am liebsten?

Das ändert sich natürlich immer mal. Aber die Füße stehen bei Bosse auf keinen Fall still.

67. Welche Eigenschaft schätzt du an einem Geliebten sehr?
Mein Mann liebt mich – so wie ich bin. Das ist doch eine tolle Eigenschaft, die beste sogar.

68. Was war deine größte Anschaffung?
Unser Haus

69. Gibst du Menschen eine zweite Chance?
Ja. Aber es dauert. Sie müssen sich erst neu beweisen.

70. Hast du viele Freunde?
Was sind viele Freunde? Ich habe schon einige enge Freunde, die alles über mich wissen und für die ich bedingungslos da bin und sie auch für mich.

71. Welches Wort bringt dich auf die Palme?
Alter – bei uns muss jeder, der das Wort sagt zur Strafe einen Euro zahlen. Es hilft!

72. Bist du schon jemals im Fernsehen gewesen?
Nein. Gott sei dank nicht!

73. Wann warst du zuletzt nervös?
Vor dem letzten Termin. Eigentlich bin ich vor jedem Termin nervös, auch vor jeder Präsentation.

74. Was macht dein Zuhause zu deinem Zuhause.
Meine Familie und alle persönlichen Gegenstände.

75. Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen?
Wir hören morgens zum Frühstück Radio inkl. Nachrichten. Außerdem schaue ich einmal am Tag die Nachrichten im Fernsehen und schaue im Newsfeed auf meinem Handy.

76. Welches Märchen magst du am liebsten?
Ich habe als Kind „Das singende klingende Bäumchen“ geliebt und natürlich „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ auch wenn es ein abgewandeltes Märchen ist.

77. Was für eine Art Humor hast du?
Ich glaube einen komischen Humor.

78. Wie oft treibst du Sport?
Zu selten. Das sieht man mir an. Mittwochs gehe ich zum Tai Bo. Ich würde gern ein oder zweimal in der Woche laufen gehen, aber allein kann ich mich nicht aufraffen. Der blöde innere Schweinehund.

79. Hinterlässt du einen bleibenden Eindruck?
Das weiß ich nicht. Beruflich hoffe ich es, im privaten Bereich ist es mir egal.

80. Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten?
Leider auf das Handy und auf mein Notizbuch, um alle meine Ideen auf zu schreiben.

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Meine Wochenlieblinge // Welcome Spring

Man findet ständig neue schöne Produkte, sei es weil mal danach sucht oder weil man einfach stöbert und tolle Dinge entdeckt. Unter dem Titel „Meine Wochenlieblinge“ stelle ich euch alles vor, was mir schönes vor die Füße oder besser vor die Finger gefallen ist.

… alles was mir vor die Finger fällt

Früher hieß Winter-Sale immer Pulli-Schnäppchen, günstige dicke Boots und Winterjacken-Schnapper. Heute kann man in den Online-Shops schon einmal die Sommergardarobe für kleines Geld zusammenstellen. Besonders in diesem Jahr, war ich überrascht, wieviele schöne Stücke ich jetzt schon für die sonnigen Monate des Jahres gefunden habe.

 

Und hier noch die Produkt-Links: Shirt || Jacke || Hose || Schuhe

 

Jacke || Pantoletten || Overall

 

 

Tasche || schwarze Jacke || Kleid || Pantolette 

 

 

Keine bezahlte Werbung! Keine Affiliate. Ich zeige euch einfach Produkte, die mir gefallen.

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Homeoffice – Vom Luxus sich frei zu machen und Teil #3 der 1000 Fragen über mich

Das letzte Jahr war verrückt. Ja anders lässt es sich nicht beschreiben. Wenn mir vor einem Jahr jemand erzählt hätte, dass ich heute hier sitze und diesen Artikel schreibe, ich hätte ihn für verrückt erklärt.

Ja vor einem Jahr – da saßen wir, meine Freundin und ich, im Büroraum, gleich hinter den Ladenräumen unseres kleinen aber feinen Interiorgeschäfts bellamento. Wir haben Produkte geordert, Sachen ausgepackt, in die Kasse eingepflegt und dekoriert. Und wir haben, und das war den meisten unserer Kunden gar nicht klar, unsere Aufträge als Design- und Marketingagentur bearbeitet.

Den Traum vom eigenen Laden haben wir uns Anfang 2008 erfüllt. Zu der Zeit haben wir schon 6 Jahre erfolgreich im Marketing gearbeitet und hatten Lust auf eine Veränderung. Unser Max war gerade 4 und ich hatte die Vorstellung, das man Agenturaufträge, Ladengeschäft und Familie gut vereinbaren kann. Wenn ich das jetzt so schreibe, muss ich selbst schon schmunzeln. Aber am Anfang ging das wirklich ganz gut. Sogar als meine Freundin und ich fast gleichzeitig feststellten, dass wir schwanger sind. Na das kriegen wir auch noch gewuppt. Also bekam ich im November, mitten im ersten Weihnachtsgeschäft, unsere Tochter und meine Freundin zog im Januar mit einem kleinen Mädchen nach. Dass man, wenn man selbständig ist, nicht ewig zu hause sitzen kann, ist ja wohl klar. Also stillten wir nacheinander und gingen nacheinander mit unseren Kindern spazieren, immer so, dass einer im Laden sein konnte. Eine verrückte Zeit, was soll ich sagen.

Die ersten Jahre lief auch alles super. Der Laden so und so und auch die Organisation mit Kind, Haushalt, Familie und Job funktionierte ganz gut. Aber es dauerte nicht lange, da fehlte Zeit. Zeit, für das Eis am Nachmittag, für Hausaufgaben, für Kummer anhören. Aus dem Laden bin ich nie pünktlich raus gekommen, weil immer noch etwas war, besprochen oder geklärt werden musste. Also war ich häufig erst um 19.00 Uhr zu Hause. Die Kinder haben sich nie beschwert – mein Mann schon eher. Aber ich wurde immer unglücklicher. Mir ging es nicht gut und ich wusste nicht warum. Ständig war ich krank – Grippe, Angina und doch voller Tatendrang und Ideen. Aber für neue Ideen, war einfach keine Zeit und kein Raum mehr.

Eigentlich brachte der Urlaub im letzten Jahr, die Erkenntnis. Es waren ganz viele kleine Dinge, die uns gezeigt haben, dass wir nach fast 10 Jahren wieder Veränderung brauchen. Allen voran waren es natürlich die Kinder. Neben all der Selbstverwirklichung und Traumerfüllung sind sie groß geworden und wir haben einen ganzen Teil davon verpasst.

Im August haben wir wirklich Knall auf Fall, zum Entsetzen unserer Kunden, unseren Laden geschlossen. Und wir haben es nicht bereut. Eigentlich war geplant, uns ein Büro zu suchen und von dort aus zu arbeiten. Aber wie so oft kam es anders. Ich habe mir zu Hause meinen Arbeitsplatz eingerichtet. Einmal in der Woche treffen wir uns, um die Projekte durch zu sprechen. Ich kann mir meinen Tag einteilen und habe definitiv mehr Zeit für die Kinder – und ja auch für mich. Ich habe am Sonntag nicht das Gefühl, am Wochenende nicht alles im Haushalt geschafft zu haben, mache mir weniger Stress, weil ich mir meine Zeit freier einteilen kann. Und wisst ihr was besonders toll ist? Meine Arbeit als Grafikerin macht mir wieder mehr Spaß. Ich bin kreativer, weil der Kopf nicht mehr so voll und hin und her gerissen ist. Ich bin auch effektiver, weil ich mir die Aufträge so aufteile, wie es am besten passt.

Ich bin nicht immun gegen Gegenwind, doch ich laufe los
All die schönen Erinnerungen, ich halte sie hoch
Ich fühle mich einen Tag schwach, einen Tag wie neugeboren
Ich will Altes nicht bekämpfen, ich will Neues formen
Folge meinem Ruf, Träume verwelken leicht
Ich räume die Blüten aus dem Weg, nutze die Gelegenheit
Halte mich am Vorne fest, das fühlt sich wackelig an

Clueso // Neuanfang

Vor nicht ganz einem Jahr habe ich mit meinem Post „Neuanfang“ wieder mit dem bloggen angefangen. Mir war nach Veränderung, nichts ahnend wie sehr und wie schön, sich alles ändert.

 

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1000 Fragen an dich selbst – #3

41. Trennst du deinen Müll?
Ja unbedingt – mit Tonnen in allen Farben und Komposthaufen im Garten.

42. Warst du gut in der Schule?
Ja. Für mich ging die Welt unter, als die Schule vorbei war. Ich habe unheimlich gern gelernt und war sehr wissbegrierig. Außerdem hieß bei uns auf dem Land Schule auch, die Freunde zu treffen. Wer krank war, hat alles verpasst.

43. Wie lange stehst du normalerweise unter der Dusche?
Wenn man meine ohnehin schon trockene Haut fragt, zu lange. Aber ich liebe, eine schöne warme Dusche am Morgen einfach.

44. Glaubst du, dass es außerirdisches Leben gibt?
Mmmmmh, sagen wir es so: Ich kann mir vorstellen, dass es irgendwo auf einem anderen Planeten lebensfähige Organismen gibt.

45. Um wieviel Uhr stehst du in der Regel auf?
Um sechs, weil die Kinder zur Schule müssen. Meine Wohlfühlaufstehzeit ist aber um 7.30 Uhr.

46. Feierst du immer deinen Geburtstag?
Ja, mit Pauken und Trompeten. Nicht weil ich mich gern selbst feiere, sondern weil ich es toll finde, alle meine Liebsten um mich zu haben. Da ich im August Geburtstag habe, sitzen wir dann alle an einer großen Tafel im Garten und schlemmen und qautschen bis es dunkel wird.

47. Wie oft am Tag bist du auf Facebook?
Ich bin sehr selten bei facebook und wenn dann eher berufsbedingt. Es ist einfach nicht mein Metier.

48. Welchen Raum in deiner Wohnung magst du am liebsten?
In der Küche spielt sich das Familienleben ab. Hier kochen und backen wir, quatschen, lachen, weinen und tanzen auch mal um den Tisch. Am gemütlichsten finde ich es aber im Wohnzimmer.

49. Wann hast du zuletzt einen Hund (oder ein anderes Tier) gestreichelt?
Vor fünf Minuten. Unsere Kater sind sehr kuschlig.

50. Was kannst du richtig gut?
Mich in Dinge rein denken – egal ob es die Probleme meiner Freunde sind oder komplizierte Aufträge. Das sagt man mir zumindest nach.

51. Wen hast du zum ersten Mal geküsst?
Christian B., im Kindergarten. Ich glaube ich war 5. Und alle Jungs standen drum herum.

52. Welches Buch hat einen starken Eindruck bei dir hinterlassen?
„Die Leiden des jungen Werther“ Ich weiss auch nicht wieso. Irgendwie berührt es mich. Das Buch ist schon so alt, aber die Story ist so aktuell. Ich kenne unheimlich viele Inszenierungen und Lesungen davon und bin immer wieder begeistert.

53. Wie sieht für dich das ideale Brautkleid aus?
Ich bin verheiratet und hatte kein besonders schönes Brautkleid. Als wir uns vor 9 Jahren das Ja-Wort gegeben haben, war kurz vorher ein guter Freund verunglückt. Ich habe ein schlichtes weißes kurzes Kleid getragen und fand das angemessen. Aber irgendwie sind wir ja alle Prinzessinen. Wenn wir also im nächsten Jahr unseren 10. Hochzeitstag feiern, würde ich total gern ein schönes Vintage Kleid tragen.

54. Fürchtest du dich im Dunkeln?
Ja, aber nur weil ich im Dunkeln einfach nichts sehen kann.

55. Welchen Schmuck trägst du täglich?
Keinen. Nicht mal einen Ehering. Dafür haben wir uns zur Hochzeit tätowieren lassen. Wenn Körperschmuck auch zählt, dann trage ich immer die Sterne, die für meine Kinder und meinen Mann stehen, bei mir.

56. Mögen Kinder dich?
Ich glaube schon. Zumindest kommen Kinder gern zu uns und möchten, dass ich mit ihnen spiele.

57. Welche Filme schaust du lieber zu Hause auf dem Sofa als im Kino?
Triviale Liebesfilme und die bei denen ich vorher weiß, dass ich Rotz und Wasser heule.

58. Wie mild bist du in deinem Urteil?
Das kommt auf die Sache an. Es gibt Dinge, da kann ich sehr milde sein, weil ich versuche mich in den anderen hinein zu versetzen. Bei anderen Dingen, besonders wenn es um das Wohl von Kindern und Tieren geht, bin ich sehr radikal.

59. Schläfst du in der Regel gut?
Ja, obwohl ich immer Romane träume. Die sollte ich vielleicht mal aufschreiben. Dann werde ich Bestseller-Autorin.

60. Was ist deine neueste Entdeckung?
Gerade eben, habe ich die leckeren handgemachten Karamellbonbons von Frl. Diehl gekostet und bin hin und weg.

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Schnelles Erdbeertiramisu

Hab ich doch letzens im Supermarkt meines Vertrauens Erdbeeren gesehen – im Januar. Na ja meist schmecken sie nicht um die Jahreszeit, aber sie dufteten herrlich nach Sommer. Also ab in den Einkaufswagen damit. Leckeres Erdbeertiramisu wollte ich schon lange mal wieder machen. Es ist so herrlich fruchtig und erfrischend.

Also wanderten noch Sahne, Mascarpone, Joghurt und gefrorene Erdbeeren in den Korb und natürlich Löffelbiskuit. Alle anderen Zutaten hatte ich zu Hause. Im Auto hatte ich noch eine Eingebung. Wir hatten am 23. Dezember noch eine große Ladung an Nussmakronen gebacken. Jetzt Anfang Januar waren sie zwar noch immer köstlich, leider aber schon etwas hart. Da aber Nuss auch prima zu den Erdbeeren passt, entschied ich mich kurzerhand gegen den Biskuit und für die Makronen.

ZUTATEN (für ca. 8 Dessertgläser)
100 ml Sahne
250 g Joghurt
250 g Mascarpone
1 Pk Bourbon-Vanillezucker
1 EL Rohrzucker
1 TL Johannisbrotkernmehl
250 g frische Erdbeeren
250 g gefrorene Erdbeeren
1 Bund frische Minze

ZUBEREITUNG
Zuerst putzt ihr die Erdbeeren, schneidet sie klein und zuckert sie mit einem Löffel Rohrzucker. Dann schlagt ihr die Sahne. Anschließend verrührt ihr Joghurt und Mascarpone zu einer geschmeidigen Creme, gebt den Vanillezucker hinzu und hebt dann die Sahne unter. Nun müssen die aufgetauten Erdbeeren mit dem Pürierstab zu einer schönen  Soße püriert werden. Ich gebe noch etwas Johannisbrotkernmehl hinzu, damit diese etwas dickflüssiger wird. Danach werden die Kekse (hier meine Makronen) im Multihecksler zerkleinert.

Jetzt geht es nur noch an das Befüllen der der Gläser.

Zuerst füllt ihr in die Gläser die Kekskrümel. Danach verteilt ihr die gezuckerten Früchte darauf und füllt alles mit der Mascarpone-Joghurt Creme auf. Zum Schluss wird die Erdbeer-Soße auf der Creme verteilt. Oben drauf kommt noch ein frisches Minzblatt.

 

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Die Frage nach der glücklichen Kindheit und weitere 19 Fragen an mich selbst

 – War ich ein glückliches Kind?  –

Als ich die nächsten 20 Fragen, zum Thema 1000 Fragen an dich selbst, bei Johanna www.pink-e-pank.de gelesen habe, musste ich kurz schlucken. Frage 26 hat mich etwas aus der Bahn geworfen. Eine ganz einfache Frage, aber eine schwierige Antwort dachte ich. Ich bin mit meiner großen Schwester in der ehemaligen DDR aufgewachsen, genauer gesagt, direkt an der Grenze im Sperrgebiet. Wir brauchten nicht mal die Wohnungstür abschließen, denn jeder, der sich bei uns „herum trieb“ musste ja vorher durch die Kontrolle. Ich habe mich sicher und geborgen gefühlt, auch weil mein Papa Polizist war. Er hatte einen großen Polizeihund, der bei uns zuhause gelebt hat und manchmal durfte ich mit in das Kontrollhäuschen und die Schranke mit hoch kurbeln.

Bis zu meinem sechsten Lebensjahr, war alles eine heile Welt. Doch dann wurde mein Papa krank. Er hatte Bauchschmerzen und musste ins Krankenhaus. Als er wieder kam, hatte er einen dicken Bauch und sah schlecht aus, aber trotzdem machte er noch Witze und erklärte, die Bauchschmerzen kamen von zu vielen Erbsen, die in seinem Bauch Tango tanzten. Meinen 7. Geburtstag hat er nicht mehr erlebt, auch nicht meine Einschulung. Es war Krebs.

– Eine Liebeserklärung an meine Schwester –

Aber soll ich euch was sagen, trotz alledem hatte ich eine schöne Kindheit, denn ich hatte meine Schwester. Für meine Mutter, damals 27, war es eine schwere Zeit – allein, Witwe, Mutter von zwei Kinder, abeiten im Schichtdienst und dann noch Haus und Hof. Meine Schwester und ich mussten viel mit helfen. Aber das haben wir gern getan. Ansonsten waren wir nur draußen. Im Wäldchen gegenüber vom Haus haben wir Indianer gespielt oder im Graben ein Piratenschiff gebaut. Alles was wir brauchten, haben wir im Gummikarren von der 3 Kilometer entfernten Müllkippe geholt. Wir waren im Dorf unterwegs, haben im Bach herum getobt und die Wochenenden bei Oma, Opa, Tante, Onkel und den Cousins verbrachten. Wir sind mit Freunden mit dem Fahrrad zum Baden gefahren, haben Butzen gebaut und im Winter im Kinderzimmer Schallplatten gehört. Wir hatten Spaß, eine Menge Spaß. Ich weiß nicht, was ich ohne meine Schwester gemacht hätte. Nicht, dass wir nicht auch mal traurig waren, aber selbst dann war keiner von uns allein. Wir hatten uns und eine tolle Familie.

– Was brauchen Kinder für eine glückliche Kindheit? –

Seit ich die Frage gelesen habe, frage ich mich nun auch, was Kinder für eine glückliche Kindheit brauchen und muss feststellen, dass es definitiv keine materiellen Dinge sind. Es ist das Lachen, es sind die Menschen die Ihnen Zeit schenken, es sind die schönen Erlebnisse. Viel zu oft bin ich als Mutter damit beschäftigt, den Haushalt zu machen, zu putzen oder zu arbeiten. Dabei bleiben die Momente in der Erinnerung, in der man gemeinsam durch das Wohnzimmer tanzt, auf dem Trampolin hüpft oder ein Märchen schaut. Wenn man ein Picknick auf dem Wohnzimmerboden macht oder spontan ins Auto steigt und einfach irgendwo hin fährt. Ich muss als Mutter einfach wieder freier und lockerer werden, im Denken und im Handeln, damit meine Kinder später auch sagen können, sie hätten eine schöne Kindheit gehabt.

Hand auf’s Herz, das ist doch eigentlich das, was wir uns als Eltern am sehnlichsten wünschen.

1000 Fragen an dich selbst – #2

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?
Teils, teils. Mir ist egal, was die Leute auf der Straße oder bei uns im Dorf von mir denken, ob sie über mich reden oder mich mögen. Die Menschen kennen mich nicht und können sich nicht wirklich ein realistisches Bild von mir machen. Wenn jedoch Personen, die mich kennen gelernt haben, ein falsches Bild von mir haben, dann macht mich das traurig. Oder wenn ich von fremden Menschen persönlich angegriffen werden, da bin ich auch sensibel. Beruflich ist es mir wichtig, was meine Kunden von mir denken und dass sie das richtige Bild von mir und meinen Fähigkeiten haben.

22. Welche Tageszeit magst du am liebsten?

Ganz klar den Abend. Ich bin kein Morgenmensch, laufe aber abends zu Höchstformen auf. Im Sommer liebe ich den Nachmittag. Wenn die Mittagshitze abklingt und man bei einer guten Tasse Kaffee im Garten sitzen kann.

23. Kannst du gut kochen? 
Nein. Menschen, die mich kennen, werden jetzt wahrscheinlich sagen, dass ich es doch ganz gut kann. Aber ich bin das Kind einer Köchin und die Frau eines Kochs und im Vergleich kann ich nicht kochen. Dafür kann ich besser backen.

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten?
Ich bin Löwe, im August geboren. Deshalb kann es nicht warm und sonnig genug für mich sein. Ich liiiiiiiebe den Sommer!

25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht? 
Vermutlich als ich das letzte mal richtig krank war. Mit Kindern kann man nicht nichts machen.

26. Warst du ein glückliches Kind? 
siehe oben

27. Kaufst du oft Blumen?
Ja. Seit Jahren ist es ein geliebtes Ritual, am Freitag frische Blumen zu kaufen oder im Garten zu flücken und dann im Haus zu verteilen. Wenn ich keine frischen Blumen im Haus habe, fehlt mir etwas.

28. Welchen Traum hast du?
Ich würde gern mal mit meiner Familie nach Hawai fliegen.

29. In wievielen Wohnungen hast du schon gewohnt?
Außer in meinem Elternhaus und in unserem Haus jetzt, haben wir in 4 anderen Wohnungen gewohnt.

30. Welches Laster hast du?
Eindeutig Kuchen. Ich liebe es, zu backen und dann muss der Kuchen auch noch gegessen werden.

31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?
Leider nehme ich mir viel zu wenig Zeit zum Lesen. Das letzte Buch, übrigens sehr empfehlenswert, war „Das Lavendelzimmer“.

32.Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst?
Weil ich für längere Haare zu dünne Spagettisträhnen habe und mir kein anderer Kurzhaarschnitt an mir gefällt.

33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig?
Ja. Da gibt da es nichts drum herum zu reden!

34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto?
Leider immer zu wenig, aber das ist wahrscheinlich das Los der Selbständigen.

35. In welchen Laden gehst du gern?
Ich kaufe gern bei uns im Kiez ein. Im Livland  gibt es tolles Geschirr und schöne Deko und bei der lieben Jana im Janaschs gibt es nicht nur großartigen Kaffee und Kuchen, sondern auch die schönsten Back- Koch- und Interiorbücher der Stadt. In Sachen Mode kaufe ich am liebsten bei Cos ein.

36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe?
Limo, denn ich muss noch fahren.

37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen? 
Ja. Ich denke schon.

38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit?
Ich bin seit 1999 selbständig und habe neben meiner Arbeit als Grafikerin, schon einen Secondhandladen und einen Interiorladen mit meiner Freundin gehabt. Mein Bedarf ist erst einmal gedeckt.

39. Willst du immer gewinnen?
Ja leider. Deshalb mag ich auch keine Gesellschaftsspiele. Aber bei den Kindern mache ich eine Ausnahme. Da überwiegt die Freude, wenn sie glücklich sind, gewonnen zu haben.

40. Gehst du in die Kirche?
Ja, an Weihnachten. Aber ich bin nicht christlich. Schon als wir noch zu Hause gewohnt haben, ist unser (Stief-)Papa am Heiligabend mit uns Mädchen in die Kirche gefahren. Meine Schwester hat sich mit 16 taufen lassen und ihr war es wichtig. Also haben wir sie begleitet, während unsere Mama, zu Hause das Essen und die Bescherung vorbereitet hat. Es ist zu einem wunderschönen Ritual geworden und wir haben so die schönsten Dorfkirchen der Region kennen gelernt. Seit die Kinder im Kindergarten waren, spielen sie (der Große jetzt nicht mehr) jedes Jahr beim Krippenspiel mit. Bei uns ist das ein wunderschönes Zusammenkommen des Dorfes. Die Kinder erzählen und spielen die Geschichte, die Gemeinde singt Weihnachtslieder und anschließend gehen alle gemeinsam unter Kirchengeläut nach Hause. Das ist für mich der Zauber von Weihnachten.

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1000 Fragen an mich selbst oder Wann fange ich an, mich neu zu ordnen?

Ich erinnere mich noch genau, wie meine Mutter kurz nach ihrem 40. Geburtstag weinend am Spülbecken stand und ich sie fragte, was passiert ist. Sie erklärte mir, es wäre die Midlife-Krise. Ohje, mit 40 Jahren – das konnte ich nicht verstehen und sagte ihr, dass sie doch noch das halbe Leben vor sich hat, wenn alles gut geht. Ich war 19 und konnte mich keineswegs in die Gedanken- und Gefühlswelt meiner Mutter hinein denken.

Heute weiß ich, dass es nicht um das Alter ging. Es war die Neuordnung in ihrem Leben, die Verschiebung ihrer Prioritäten und Aufgaben.

Als ich vor ein paar Tagen den Artikel der lieben Johanna (www.pink-e-pank.de) las, in dem sie sich fragt, wer sie eigentlich ist, seit sie Mama ist, musste ich an meine Gefühle denken, die mich seit Monaten begleiten. Johanna hat den Artikel aus einer anderen Perspektive heraus geschrieben. Sie ist Mutter von zwei kleinen Kindern und bekommt in diesem Jahr noch ein Baby. Für sie geht es um die Aufgabe, selbst nicht zu kurz zu kommen und auch noch sie selbst zu bleiben, neben der wundervollen Rolle als Mutter.

Ich hatte die Gedanken und Gefühle auch oft, als die Kinder kleiner waren, als sich alles um Mäuse gedreht hat. Und heute? Heute frage ich mich, was nach der Aufgabe als Mutter kommt. Die Kinder werden immer größer und häufig sitze ich zu Hause – der Große unterwegs, die Kleine bei der Freundin – und frage mich was ich machen soll, wenn ich gerade nicht als Mutter gebraucht werden. Ich werde immer Mutter sein, aber die Aufgaben und Herausforderungen verschieben sich gerade und ich muss schneller zu mir selbst finden, als mir eigentlich lieb ist.

– Wann ist es an der Zeit, mich neu zu finden –

„Such dir ein Hobby“ kommt dann ganz schnell, wenn ich das Thema im Freundeskreis anspreche. Oder „Legt euch einen Hund zu“. Es ist nicht so, dass ich mit meiner Zeit nichts anzufangen weiß. Aber, dass nicht mehr so gebraucht werden, ist neu. Man rutsch von der Mutterrolle in die Hausfrauenrolle und das macht mich nicht glücklich.

– Mach mehr von dem, was dich glücklich macht –

Meine liebe Schwester hat mir vor ein paar Jahren, ein Bild mit diesem wunderbaren Spruch geschenkt. In vielen Lebenssituationen hat er mich schon in die richtige Richtung gelenkt. Vielleicht sollte ich einfach dem Gefühl folgen. Es kann ja sein, dass die einkehrende Ruhe im Haus auch glücklich machen kann.

Johanna hat in der Flow das wundervolle Heftchen „1000 Fragen an dich selbst“ gefunden und sich vorgenommen, diese regelmäßig zu beantworten und dazu aufgerufen, doch einfach mitzumachen. Eine tolle Idee. Ich bin dabei. Vielleicht hilft es bei der Neuordnung.

© www.pink-e-pank.de

1000 Fragen an dich selbst – #1

  1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan? Das fängt ja gut an. Ich denke, man macht viele Dinge unbewusst das erste Mal, an die man sich gar nicht erinnern kann. Aber ich war im September mit meinen Freundinen, das erste mal im Spa. So ein richtiges Wellness-Wochenende mit den Mädels.
  2. Mit wem verstehst du dich am besten? Das kann ich nicht an einem Menschen fest machen. Es gibt einige Menschen, die mich blind verstehen und ich sie auch.
  3. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit? Immer noch mit Arbeit. Selbst wenn ich nicht am Schreibtisch sitze, rattert es im Kopf. Das muss sich dringend ändern. Aber vielleicht ist es auch das Los der Selbständigen.
  4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen? Über die Witze meiner Kinder. Es kommt gar nicht auf den Inhalt an. Wenn sie schon vorher grinsen, weil sie den Witz so gut finden, muss ich schon lachen.
  5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst? Jein. Ich stehe zu meinen Gefühlen und wenn andere mich sehen, wenn ich traurig oder auch glücklich bin, finde ich das nicht schlimm. Wenn ich aber wütend bin und mich ungerecht behandelt fühle, dann soll die Tränen keiner sehen. Das muss ich mit mir selbst ausmachen
  6. Woraus besteht dein Frühstück? Aus Kaffee und einem frischen Brötchen, dass mein lieber Mann jeden Morgen für uns vom Bäcker holt.
  7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben? Meinen Kindern, heute morgen zum Abschied.
  8. In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter? Ich weine vor Wut, wenn etwas nicht so  so funktioniert, wie ich es mir vorgstellt habe und will dann von keinem angesprochen werden. (siehe Punkt 5) Ich beruhige mich aber auch ganz schnell. Das ist unsere gemeinsame Art der Stressbewältigung.
  9. Was machst du morgens als erstes? Die Kinder wecken.
  10. Kannst du gut vorlesen? Ich glaube schon. Leider möchte das irgendwie keiner mehr.
  11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt? Oh, das weiß ich leider ganz genau. Mein Vater hat jedes Jahr den Weihnachtsmann verpasst, weil er arbeiten musste. Zu blöd aber auch. Er kam immer dann, wenn der Weihnachtsmann gerade weg war. Er starb als ich 6 war. Danach kam auch der Weihnachtsmann nicht mehr. Und ich wusste ganz genau warum.
  12. Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen? Ach das ändert sich immer mal. Im Moment würde ich mir gern eine gute Kamera kaufen.
  13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne? Ich wäre gerne leiser. Ich erzähle immer zu viel. Und da mir das immer alle vorwerfen, würde ich mir gern einfach den Mund verbieten. Klappt leider nie, denn dann ist es gespenstisch ruhig.
  14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen? Ertappt – ich schaue tatsächlich sehr gern Shopping Queen.
  15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen? Ich glaube irgendwann in den 90er Jahren. Es war ein Schulausflug, denn freiwillig wäre ich da nie hin gefahren.
  16. Wie alt möchtest du gerne werden? Meine Oma wird in diesem Jahr 90 und ist dabei immer noch geistig super fit und vor allem witzig. Sie ist mein großes Vorbild!
  17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück? An meine Reise nach Australien. Ich habe meine Freundin dort besucht. Leider war mein Mann nicht mit. Ich würde ihm unheimlich gern, dieses großartige Land einmal zeigen
  18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an? Das weiß ich zum Glück nur noch aus der Erinnerung. Aber es ist auf alle Fälle sehr schmerzhaft.
  19. Hättest du lieber einen anderen Namen? Als Kind wollte ich immer anders heißen. Melanie fand ich nie besonders schön. Heute reagiere ich gar nicht, wenn mich jemand so nennt. Ich bin seit Jahren nur noch Meli oder Mele (ja mit einem L) und bin zufrieden damit.
  20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt? Große und auch kleine Entscheidungen bringen immer Zweifel mit sich. Ich habe lange mit mir innerlich gehadert, ob es richtig ist, nach fast 10 Jahren unseren gut etablierten Laden zu schließen. Aber wenn ich eine Entscheidung getroffen habe, schau ich nie zweifelnd zurück.

 

 

 

Vielen Dank Johanna, für die Idee und das wundervolle Bild.

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Anikas Mohntraum

Mit Mohnkuchen ist das ja so eine Sache. Nicht jeder mag ihn. Manche finden ihn zu trocken, andere mögen einfach die kleinen Krümel nicht.

Das Rezept meiner Freundin konnte aber bisher jeden von Mohn überzeugen, denn der Kuchen ist super saftig und leicht. Das liegt nicht nur daran, dass er ganz ohne Boden daher kommt, sondern auch an der Milch, die nach dem Backen über den Kuchen gegossen wird.

Ansonsten ist er super einfach zu backen und kann auch ganz wunderbar als Grundlage zum Beispiel für Mohn-Stachelbeer mit Baiser genommen werden.

ZUTATEN:
• 125g Dampfmohn
• 125g Zucker
• 150g Mehl
• 1 Pkg Vanillezucker
• 1/2 TL Weinstein Backpulver
• 125g Butter
• 2 Eier
• 1/2 Becher Saure Sahne

außerdem
• 250 ml Milch

ZUBEREITUNG
Die Butter schmelzen und abkühlen lassen.
Dann die trockenen Zutaten (Mohn, Mehl, Zucker, Vanillezucker, Backpulver) in einer Schüssel verrühren. Die erkaltete Butter mit den Eiern und der Sauren Sahne zu einer schönen gleichmäßigen Masse aufschlagen und dann die trockene Zutaten unterheben.

Die Masse in eine Springform geben und bei 140 Grad Umluft ca. 30 Minuten backen lassen.

Wenn der Kuchen fertig gebacken ist, die Form aus dem Ofen nehmen und den Kuchen mit einer Gabel einstechen, so dass viele kleine Löcher auf der Oberfläche sind.
Dann die Milch langsam über den Kuchen gießen.

Man kann den Kuchen noch wunderbar mit getrockneten Blüten oder Lavendelzucker verfeinern.

Foto 06.01.18, 13 13 39

 

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