Einmal die Reset-Taste bitte oder warum wir uns von neuen Regeln nicht den Spaß verderben lassen

Auf dem Blog ist es ruhig geworden. Es war wie eine kleine Schockstarre – vorübergehend. Im Mai kam die neue Datenschutzgrundverordnung DSGVO und damit  jede Menge Fragen, denn das Gesetz ist nicht wirklich eindeutig. Sie kam nicht überraschend, aber irgendwie hatte es doch keiner so richtig auf dem Schirm. Beruflich gesehen, bedeutete dies eine Menge Arbeit und die Erkenntnis, dass es auch mich und meinen privaten Blog betrifft. Bis dato habe ich nur eine gratis WordPress-Seite genutzt. Ich hatte keine eigens gehostete Domain, schließlich hatte ja gerade erst wieder angefangen mit dem Blog und war so zu sagen noch im Test-Modus. Da WordPress bei den kostenlosen Blogs unkontrollierbare Werbung schaltet und dies trotz privater Seite nicht der neuen DSGVO entsprach, habe ich den Blog sicherheitshalber auf privaten Modus gestellt. Nicht schlimm dachte ich, da ich ja so und so nicht so viele Follower habe. Und dann kamen ganz viele Mails. Da gab es doch einige die gern meine Kuchenrezepte nutzen. Wow. Ich war total überwältigt. Aber das hieß, die Seite muss überarbeitet werden.

Und wärend ich mich mit Domain und Hosting auseinander gesetzt habe, kam der nächste Hammer. Bei einigen Bloggern und Instagram-Nutzern flatterten Abmahnungen ins Haus. Abmahnungen vom Verband Sozialer Wettbewerb wegen nicht als Werbung gekennzeichnete Instagram-Post mit Direktverlinkungen zu Marken. Der Verdacht des unlauteren Wettbewerbs steht im Raum und die Frage, wie sehr betrifft es jeden von uns, auch die kleinen Accounts mit geringeren Followerzahlen?

Überall war nur noch Abmahnwelle zu lesen und davon, dass viele sich abmelden und keine Lust haben auf zu erwartenden Strafen. Denn ähnlich wie das DSGVO ist auch das Gesetz, auf das sich die Abmahnwelle begründet, nicht eindeutig und keiner weiß, wie man es richtig auslegt.

Habe ich jetzt noch Lust aufs Bloggen und auf Instragram? Ja. Na klar. Es ist toll zu sehen, dass manche hier meine Artikel lesen und meine Rezepte nachbacken. Ich freue mich über die tollen Menschen, die ich in dieser virtuellen Welt bis jetzt kennen gelernt habe und bin dankbar für den tollen Austausch in guten und weniger guten Zeiten.

Also geht es weiter – mit neuem Elan, neuem Design und eigener Domain. Jetzt bin ich gespannt, wie es euch gefällt und ob mir trotzdem noch der ein oder andere folgt. 😉

 

 

 

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Es ist nicht zu spät …

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Warum muss sie denn jetzt noch bloggen? Es gibt doch gefühlte hundertausend Blogs, warum muss man da auch noch mit mischen? Und was soll da jetzt noch anderes kommen?

Ja genau diese Fragen, stelle ich mir selbst. Ich hatte schon einen Blog und ehrlich gesagt, keine Zeit dafür. Die Kinder waren noch kleiner und brauchten viel Zeit. Da setzt man sich nach der Arbeit und den Aufgaben zu Hause nicht noch hin und tippt etwas in den Rechner rein.

Man könnte es jetzt Midlife-Krise nennen oder besinnen auf etwas Neues. Ich hatte schon länger Lust, noch mal neu anzufangen – mal etwas nur für mich zu machen, etwas wo mir keiner rein redet, wo ich keinem etwas recht machen muss. Nicht, dass ich das nicht gern mache, aber das Leben besteht doch größtenteils daraus, Kompromisse einzugehen und es allen recht zu machen. Ich freu mich natürlich, wenn das was ich hier schreibe oder poste irgend jemanden gefällt oder interessiert. Aber in erster Linie mache ich es für mich. Nennen wir es mein Tagebuch und Moodboard an dem ich alle teilhaben lasse.

Im letzten Jahr hat der liebe Clueso, nach einigen Veränderungen in seinem Leben, sein neues Album heraus gebracht. Ich sage es mal mit seinen Worten:

„Herzlich Willkommen Neuanfang!“

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