Zimtschnecken-Kuchen

Wenn ich mich für eine Teigart entscheiden müsste, auf die ich nicht verzichten kann, dann wäre es wahrscheinlich Hefeteig. Er ist so wunderbar vielseitig.

Letztens hatte meine Familie sich einen gedeckten Apfelmuskuchen gewünscht. Und da ich mir unsicher war, ob eine Portion Hefeteig dafür reicht, habe ich die doppelte Menge gemacht. Logisch – es blieb einiges übrig und musste verarbeitet werden.

Da Zimtschnecken ja immer gehen, habe ich mich für genau diese entschieden. Diesmal habe ich sie aber nicht wie sonst einzeln auf dem Blech gebacken, sondern kleinere Röllchen gemacht und in die Backform gegeben. So blieb der Kuchen länger saftig und frisch.

Hefeteig

  • 1  Würfel Hefe
  • 80 g Zucker
  • 1 EL warmes Wasser
  • 250 ml Milch
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1  Eigelb
  • 100 g Butter
  • 500 g Mehl

Die Hefe mit dem Zucker und Wasser verrühren. Dann die Hefemischung in eine große Schüssel geben und die Milch hinzufügen. Ich verwende immer lauwarme Milch. Anschließend das Salz, Vanilleextrakt, Eigelb, die weiche Butter und das Mehl hinzugeben und daraus in 7-10 Minuten einen geschmeidigen Hefeteig kneten. Nach Bedarf müsst ihr noch etwas Mehl hinzu geben.Der Teig sollte schön weich sein aber nicht kleben. Dann einfach den Teig zu einer Kugel kneten und abgedeckt für 1 Stunde ruhen lassen.

Zimtfüllung

  • 100 g weiche Butter
  • 70g Zucker
  • 3 TL Zimt

Den Teig nach dem Gehenlassen auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche durchkneten und zu einem Rechteck ausrollen. Für die Füllung die weiche Butter aufschlagen, Zucker und Zimt zugeben. Zimt-Butter dann dünn auf das Rechteck streichen, dabei einen ca. 1 cm dünnen Rand freilassen. Anschließend einfach den Teig von der langen Seite aufrollen. Dann aus der Rolle Scheiben schneiden, so dass mehrere kleine Röllchen habt. Diese dann in eine bemehlte Springform geben.

Zugedeckt 30 Min. ruhen lassen. Backofen auf 180 Grad (Umluft: 160 Grad) vorheizen. Ca. 25 Min. backen. Etwas auskühlen lassen.

Ihr könnt den Kuchen nach dem Backen noch mit Zuckerguss einstreichen oder einfach so genießen.

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Kuchen am Stiel

Kuchenbasar hieß es neulich wieder in der Schule und meine Tochter war mal wieder die erste, die die Hand hob. Sie liebt es einfach, mit mir zusammen zu backen und die Feste und Feierlichkeiten in den Kindereinrichtungen und Schulen, bieten ja immer einen tollen Anlass.

Im Alltagstrubel habe ich aber vergessen, mir den Termin aufzuschreiben. Und so kam das Kind am Mittwoch Abend und meinte wir müssen doch für Donnerstag noch den Kuchen backen. Ach herrje – ich bin im Kopf erst mal fix durchgegangen, was wir alles noch zum Backen im Schrank hatten. Zucker, Mehl und Eier sind immer kein Problem. Aber Saure Sahne für Schokokuchen oder Buttermilch waren nicht da. Dafür hatte Finja im Schrank noch diverse Streusel und Kuvertüren gesichtet.

Also haben wir kurzerhand aus dem etwas gezaubert, was der Schrank so hergab: Kuchen am Stiel

ZUTATEN:

Für den Teig

  • 250 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 5 Eier (Größe M)
  • 250 g Weizenmehl
  • 2 TL Backpulver
  • Saft einer Orange

Für die Verzierung

  • Weiße Kuvertüre
  • Vollmilch Kuvertüre
  • verschiedene bunte Streusel

Außerdem braucht hier Eisstäbchen aus Holz.

ZUBEREITUNG

Die weiche Butter mit dem Zucker cremig schlagen und dann nach und nach die Eier hinzugeben. Die Masse schön schaumig aufschlagen und dann das gesiebte Mehl und das Backpulver hinzugeben. Zum Schluss den Saft der Orange unterrühren.

Den Teig auf ein gefettetes und mit Mehl gepudertes Backblech geben und im vorgeheizten Backofen ca. 20- 25 Minuten bei 180°C (Ober- Unterhitze) backen. 

Wenn der Kuchen nach dem Backen ausgekühlt ist, schneidet man ihn in kleine Stücke. Bei mir hat das Blech 20 Stücke ergeben. Diese werden dann auf jeweils auf ein Holzstäben gesteckt.

Die Kuvertüre klein hacken und im Wasserbad schmelzen. Die Kuchen am Spieß dann nach Belieben mit heller oder dunkler Kuvertüre versehen und bunt verzieren.

Kuchen am Stiel
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Herrlich würzige Spekulatius

Oh es riecht gut, oh es riecht fein….

Ja die Weihnachtsbäckerei hat es in sich.  Es duftet wunderbar nach Zimt, Nelken und vor allem Karamell. In den letzten Jahren kamen feine Makronen aus Haselnuss und Kokos sowie Vanillekipferl auf den Plätzchenteller und natürlich die klassisch bunt verzierten Plätzchen. 

Vor ein paar Tagen habe ich zufällig bei Instagram eine tolle Torte gesehen, verziert mit feinen Butterplätzchen, die aussahen wie schöne Spekulatius-Häuser. An Spekulatius habe ich mich bisher nicht heran getraut – nicht weil sie so schwer zu backen sind, sondern weil mir die schönen Formen fehlten.

Nach dem Tipp der Instagramerin habe ich die Formen tatsächlich bei Tchibo gefunden. Ich gebe zu, ich war skeptisch, ob die Spekulatius tatsächlich eine so schöne Struktur bekommen. Aber sie sehen super schön aus und lassen sich prima in und aus der Form arbeiten.

Für den Teig habe ich einen klassischen Mürbeteig, verfeinert mit den weihnachtlichen Gewürzen, verwendet. Was soll ich sagen, wir sind bereits in Großproduktion gegangen. Hier gibt es jetzt mindestens einmal die Woche frische Spekulatius.

ZUTATEN FÜR KLASSISCHE SPEKULATIUS

  • 150 g Butter  
  • 125 g brauner Zucker  (die Karamell-Note verfeinert den Geschmack)
  • 1 Ei (Größe M) 
  • 1 TL gemahlener Zimt  
  • 1 Prise gemahlene Gewürznelken  
  • 1 Prise gemahlener Kardamom  
  • oder eine Tüte Spekulatius-Gewürz
  • 1 TL abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Zitrone  
  • 60 g gemahlene, geschälte Mandeln  
  • 300 g Mehl  
  • 1 TL Backpulver

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ZUBEREITUNG

  1. Butter, Zucker und Ei mindestens 10 Minuten schaumig schlagen. Gewürze, Zitronenschale und gemahlene Mandeln unterrühren. 
  2. Mehl und Backpulver mischen und unterrühren. Ich siebe beides immer, um eine feine Konsistenz zu bekommen.
  3. Teig mit den Händen zu einer Kugel formen, in Folie wickeln und ca. 1 Stunde kalt stellen. 
  4. Den Teig in die Formen drücken und anschließend kurz mit dem Nudelholz drüber rollen
  5. Die gefüllten Formen auf das Backblech legen
  6. Bleche nacheinander im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 200 °C/ Umluft: 175 °C/ Gas: Stufe 3) 8 – 10 Minuten backen bis die Keks eine schöne braune Farbe annehmen.
  7. Herausnehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen
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Quarktraum oder einfach gesagt eine bodenlose Frechheit

Mmmmmh, ich liebe Quarkkuchen! So lange ich denken kann, gab es zu Hause diesen leckeren luftigen Traum. Aber wichtig, ohne Boden muss er sein. Dafür darf er warm serviert werden, wie ein fluffiges Souflé.

Das Rezept habe ich natürlich von meiner Mama übernommen. Wobei sie immer, wenn ich den Kuchen mache, nach dem Rezept fragt, weil sie meint, bei ihr hätte der Kuchen nie so geschmeckt. Dabei mache ich nichts anders. Ich serviere ihn nur einfach warm.

Nicht nur deshalb ist er der am häufigsten gewünschte Kuchen bei uns. Es wundert also nicht, das von dem Quarktraum am Ende des Tages nur noch ein paar Krümel übrig bleiben.

– „Bodenlose Frechheit, wie lecker der ist“-

Weil einige meiner Freunde keine Rosinen mögen, mache ich einfach eine Hälfte mit und eine Hälfte des Kuchens ohne. So ist für jeden ein Stückchen dabei.

Nun kommen wir aber zum Rezept.

ZUTATEN
125g Margarine
5 Eier
300g Zucker
1 Kilo Quark
1 Pck. Vanillezucker
1 Pck. Vanillepudding
1 Zitrone
1 Pck Backpulver
2 EL Mehl
1 EL Rosinen (bei Bedarf)

ZUBEREITUNG
Zuerst die Eier trennen.
Die Margarine, mit dem Zucker, dem Vanillezucker und dem Eigelb schön schaumig aufschlagen.
Anschließend den Quark und den Saft der Zitrone hinzufügen. Das Mehl, das Backpulver und den Vanillepudding fein sieben und dann unter die Masse heben.

Das Eiweiß aufschlagen und zum Schluss auch vorsichtig unter heben.
Jetzt habt ihr eine ganz fluffige Quarkmasse. Diese in die vorher eingefettete Springform geben. Wie schon geschesagt, rühre ich in der Form dann auf einer Seite ein paar Rosinen ein.
Anschließend den Kuchen bei 180 Grad (Umluft) ca. 45 Minuten backen. Die Backzeit variiert und ist abhängig von der Masse. Der Teig geht beim Backen noch auf, wie bei einem Souflé. Ich kontrolliere den Kuchen regelmäßig, damit er nicht dunkel wird und mache eine Stäbchenprobe.

Nach dem Backen lasse ich den Kuchen noch etwas auskühlen und serviere ihn dann lauwarm.

Viel Spaß beim Backen!

 

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Schnelles Erdbeertiramisu

Hab ich doch letzens im Supermarkt meines Vertrauens Erdbeeren gesehen – im Januar. Na ja meist schmecken sie nicht um die Jahreszeit, aber sie dufteten herrlich nach Sommer. Also ab in den Einkaufswagen damit. Leckeres Erdbeertiramisu wollte ich schon lange mal wieder machen. Es ist so herrlich fruchtig und erfrischend.

Also wanderten noch Sahne, Mascarpone, Joghurt und gefrorene Erdbeeren in den Korb und natürlich Löffelbiskuit. Alle anderen Zutaten hatte ich zu Hause. Im Auto hatte ich noch eine Eingebung. Wir hatten am 23. Dezember noch eine große Ladung an Nussmakronen gebacken. Jetzt Anfang Januar waren sie zwar noch immer köstlich, leider aber schon etwas hart. Da aber Nuss auch prima zu den Erdbeeren passt, entschied ich mich kurzerhand gegen den Biskuit und für die Makronen.

ZUTATEN (für ca. 8 Dessertgläser)
100 ml Sahne
250 g Joghurt
250 g Mascarpone
1 Pk Bourbon-Vanillezucker
1 EL Rohrzucker
1 TL Johannisbrotkernmehl
250 g frische Erdbeeren
250 g gefrorene Erdbeeren
1 Bund frische Minze

ZUBEREITUNG
Zuerst putzt ihr die Erdbeeren, schneidet sie klein und zuckert sie mit einem Löffel Rohrzucker. Dann schlagt ihr die Sahne. Anschließend verrührt ihr Joghurt und Mascarpone zu einer geschmeidigen Creme, gebt den Vanillezucker hinzu und hebt dann die Sahne unter. Nun müssen die aufgetauten Erdbeeren mit dem Pürierstab zu einer schönen  Soße püriert werden. Ich gebe noch etwas Johannisbrotkernmehl hinzu, damit diese etwas dickflüssiger wird. Danach werden die Kekse (hier meine Makronen) im Multihecksler zerkleinert.

Jetzt geht es nur noch an das Befüllen der der Gläser.

Zuerst füllt ihr in die Gläser die Kekskrümel. Danach verteilt ihr die gezuckerten Früchte darauf und füllt alles mit der Mascarpone-Joghurt Creme auf. Zum Schluss wird die Erdbeer-Soße auf der Creme verteilt. Oben drauf kommt noch ein frisches Minzblatt.

 

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Schokoladen-Nougat-Torte

Nougattorte2

Ich finde ja Schokoladenkuchen geht immer. Und das Tolle ist, er ist wirklich simpel und lecker. Nur schön locker und saftig muss er sein.

Als ich Kind war, gab es zu Hause den besten Schokokuchen, immer etwas abgewandelt mit verschiedenen Toppings als Mooskuchen oder mit sauren Kirschen. Heute nehme ich das Rezept meiner Mama auch als Grundlage vieler Torten und Kuchen.

Diesmal ist ein Schokoladen-Nougat Kuchen für meine Freundin zum Geburtstag daraus entstanden.

ZUTATEN

Schokoladenteig

250 g Margarine
250 g Zucker
300 g Mehl
50 g Kakao
4 Eier
1 Pck Vanillezucker
2 Becher Saure Sahne
1 TL Natron

Nougat Ganache

2oo g Nougatmasse
200 g Vollmilch Kuvertüre
200 ml Sahne

außerdem

1 Pck. Toffifee
1 Pck Gebäcksticks mit Schokolade
gehackte Haselnusskerne

Nougattorte

ZUBEREITUNG

Zuerst müsst ihr die Ganache zubereiten, denn diese muss zur weiteren Verwendung auskühlen. Die Sahne in einem Topf aufkochen. Die Schokolade und die Nougatmasse klein schneiden und in eine Schüssel füllen. Dann die heiße Sahne vom Herd nehmen und über die Schokoladen-Nougat-Masse kippen. Nicht gleich umrühren. Lasst der Schokolade Zeit sich aufzulösen. Dann die Masse schön aufschlagen und glatt rühren. Manche Stellen die Masse über Nacht in de Kühlschrank. Dann wird sie jedoch recht fest und muss vor dem Verwenden noch eine Weile bei Raumtemperatur weich werden.

Für den Teig die Eier mit der Margarine und dem Zucker schön schaumig schlagen. Dann die Saure Sahne hinzugeben und das Mehl, Kakao und Natron unterheben. Die Teigmasse in einer Springform füllen und bei 180 Grad ca. eine halbe Stunde backen.

Ich finde es immer schwer Backzeiten anzugeben, da ich nach Gefühl backen. Jeder Teig ist anders und auch die Konsistenz kann von mal zu mal anders sein, weil die Eier kleiner oder größer sind oder ähnliches. Deshalb behalte ich meinen Kuchen immer im Blick und mache lieber einmal öfter eine Probe.

Wenn der Kuchen fertig gebacken ist aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Wenn der Kuchen kalt ist, die obere meist unebene Schicht mit einem Messer gerade abschneiden. Dann den Kuchen einmal in der Mitte durchschneiden, so dass ihr zwei Tortenböden habt. Einen Tortenboden auf den Kuchenteller legen und mit Ganache bestreichen. Dann den zweiten Tortenboden darauf legen und auch diesen mit Ganache bestreichen. Dann die Seiten noch mit Ganache überziehen und der Kuchen ist fertig zum Verzieren. Ich habe für den Crunch die Seiten mit gehackten Haselnüssen überzogen. Als Topping habe ich Toffifees und Schokostangen genutzt. Dafür einfach einen kleinen Ganache-Haufen in der Mitte des Kuchens setzen. Er dient als Erhöhung und als „Kleber“. Darauf die Stangen und Toffifees setzen. Der Kuchen muss dann noch etwas kühl stehen, damit die Ganache, die beim Verstreichen weich wird, wieder fest wird.

Wenn ihr Lust habt, probiert den Kuchen doch mal aus und erzählt mir, wie er geworden ist.

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